Traunsteiner Sehenswürdigkeiten

Markante Bauten, historische Gebäude und versteckte Kleinode

Einen Einblick in die bedeutsame Salzgeschichte von Traunstein gewähren die übrig gebliebenen Gebäude des ehemaligen Salinenbezirks, darunter die historischen Salinenhäuser und die Salinenkapelle – die größte Kapelle Deutschlands.

Der Stadtplatz mit seinen drei markanten Sehenswürdigkeiten Jacklturm, Lindlbrunnen und Pfarrkirche St. Oswald ist das pulsierende Herz der Stadt. Für Ruhesuchende ist ein Besuch der versteckten Lourdes-Kapelle empfehlenswert, ein Ort der Besinnung inmitten städtischer Geschäftigkeit.

Viel Spaß beim Erkunden der Traunsteiner Sehenswürdigkeiten!

Karte mit allen Sehenswürdigkeiten

Geistliches Zentrum der Au war ihre Kapelle. Der ortsansässige Maurermeister Wolf König erbaute sie 1630/31 nach Plänen des bedeutenden Münchner Hofmaurermeisters Isaak Bader. Erst im Jahr 1671, also 40 Jahre nach ihrer Fertigstellung, wurde die Salinenkapelle – der bedeutendste Sakralbau der Stadt Traunstein – dem Salzheiligen Rupert und dem Namenspatron Herzog Maximilian (ab 1623 Kurfürst), dem Gründer der Saline, geweiht.

Die erste Pipeline der Welt – bedeutende Industriegeschichte in Traunstein

Die Werksiedlung der Saline bestand aus mehreren Salinenhäusern. Sie wurden nach den Mitgliedern des Hauses Wittelsbach benannt und trugen die Namen Wilhelmi-, Maximiliani, Ferdinandi- und Alberti-Stock. Jeder „Stock“ vereinigte unter seinem Dach jeweils ein Pfieselhaus (zum Härten des Salzes) im Erdgeschoss, darüber zwei Salzbehälter sowie Wohn- und Werkstätten. Rückseitig schlossen sich die hölzernen Sudstätten an, die 1786/87 mit der Errichtung des Karl-Theodor-Sudhauses überflüssig wurden. Heute befindet sich dort, wo bis 1924 die Salzsiedestätte stand, der Karl-Theodor-Parkplatz. Glücklicherweise sind die Salinenhäuser und auch das alte Brunnhaus, in dem einst die Soleleitung endete, für die Nachwelt erhalten geblieben.

Erst seit 1850 ist Traunstein Pfarrsitz. Ursprünglich war St. Oswald lediglich eine Filiale der Pfarrei Haslach, die sich etwa drei Kilometer südwestlich der Stadt befand. 1939 wurde die Lourdes-Kapelle an der seit 1886 bestehenden Klosterkirche abgebrochen und neben dem Pfarrhof am Maxplatz neu errichtet, sie ist ein beliebter Ort der Ruhe und Besinnung inmitten städtischer Geschäftigkeit.

Der Brand des Jahres 1851 hat das ursprüngliche Gepräge der Stadt weitgehend zerstört. Von kunsthistorischer Relevanz sind daher vor allem der Jugendstil und verwandte Formen. Dem Gebäude in der Bahnhofstraße 16 liegt ein preisgekrönter Entwurf der bekannten Architekten und Baumeister Josef und Sebastian Polz zugrunde. Zu empfehlen ist ein Abstecher in das Villenviertel am Wochinger Spitz (Leonrod-, Hausen-, St.-Oswald-Straße), wo weitere schöne Jugendstil-Fassaden zu bewundern sind.

1639 verlegte man die bereits 1405 erwähnte Kirche St. Georg und Katharina vom Stadtplatz zum städtischen Friedhof, der sich damals im Stadtzentrum (heute Stadtpark) befand. 1920 wurde der Gottesacker aufgelöst und das Areal zur Kriegergedächtnisstätte umgewandelt. Der Obelisk, einer der ältesten in Bayern, erinnert an die Napoleonischen Feldzüge, das Raupenhelmdenkmal an die Gefallenen von 1870/71. Seit 1994 wird dort auch der Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung gedacht. In einer ehemaligen Semmelbröselfabrik wurde 1977 das Kulturzentrum im Stadtpark eröffnet. Heute befinden sich in dem Gebäude die Stadtbücherei, Räume der Volkshochschule und ein Saal für Konzerte und Ausstellungen.

Die Städtische Galerie Traunstein sieht ihre Aufgabe darin, ein interessantes Ausstellungsprogramm anzubieten, deren Inhalte in Ausstellungsrundgängen und Sonderführungen zu vermitteln und als kulturelle Einrichtung das Anlaufziel für einen engagierten Schulunterricht zu sein. Dies gilt für alle Jahrgangsstufen und Schularten und nicht nur für den Kunstunterricht, sondern auch für Fächer wie Deutsch, Religion/ Ethik oder Geschichte. Denn auch die bildende Kunst steht in Zusammenhang mit der gesellschaftlichen Wirklichkeit. Bilder, Skulpturen, Installationen, Videos und Fotografien sind Spiegel menschlicher, gesellschaftlicher und politischer Phänomene und Prozesse, welche die Menschen ihrer Zeit prägen und beeinflussen.

Das Ausstellungsprogramm wird langfristig und nach inhaltlichen und qualitativen Gesichtspunkten entwickelt. Die Städtische Galerie definiert sich heute verstärkt in der Rolle eines Vermittlers und versucht Berührungsängste mit der Kunst durch regelmäßige Führungsangebote, Künstlergespräche und Medieninformationen abzubauen.

Das Kulturforum Klosterkirche – ein Veranstaltungsort der besonderen Art

Ein Veranstaltungsort der besonderen Art ist das Kulturforum Klosterkirche. Die Stadt Traunstein sanierte und modernisierte das denkmalgeschützte Ensemble Klosterkirche, in der sich heute modernste Veranstaltungsräume und die Städtische Galerie befinden. Das Kulturforum bietet ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für Jung und Alt. Das ehemalige Kapuziner-Kloster kann für Galas, Betriebsfeiern, aber auch Hochzeiten und Kongresse gemietet werden. Alle Informationen, welche Räume sie nutzen können, wie diese ausgestattet sind und zu welche Konditionen diese gemietet werden können, lesen sie unter kulturforumtraunstein.de.

Die dem Heiligen Oswald geweihte Pfarrkirche wurde von den beiden Stadtbränden 1704 und 1851 schwer in Mitleidenschaft gezogen. Im Kern entspricht sie aber noch der zwischen 1675 und 1690 erbauten Wandpfeilerkirche mit Emporen. Die Pläne stammen von Caspare Zuccalli, Baumeister waren Lorenzo Sciasca und Antonio Riva. Der Traunsteiner Max Fürst, Kirchenmaler und Heimatforscher, fertigte 1904 bis 1909 die Fresken. Weitgehend neueren Datums ist die Einrichtung.
Beachtenswerte Ausnahmen sind die barocken Seitenfiguren des Hochaltars, Rupert und Maria. Vor dem Haupteingang der Kirche steht heute eine Büste von Papst Benedikt XVI. emeritus. Joseph Ratzinger, so der bürgerliche Name des einstigen katholischen Kirchenoberhauptes, verbrachte einen Teil seiner Kindheit und Jugend in Traunstein und war der Stadtpfarrkirche immer besonders verbunden. Hier wurde er 1937 gefirmt und spendete Jahrzehnte später als Erzbischof selbst dieses Sakrament, hier hatte er sich als Theologiestudent am liturgischen Dienst beteiligt, hier feierte er 1976 sein silbernes, 2002 das goldene Priesterjubiläum. Über allem aber steht der 8. Juli 1951. Am „Tag, den der Herr gemacht“, seiner und seines Bruders ersten heiligen Messe, leuchtete sie „in ihrem schönsten Glanze“.

Traunsteins Wahrzeichen ist der Lindl, 1526 von Meister Steffan aus rotem Ruhpoldinger Marmor geschaffen. Die lebensgroße Figur stellt einen Ritter in maximilianischer Rüstung dar. Der Brunnen selbst wurde anstelle eines Älteren aus Eichenholz erst 1646 gefertigt. Eine kleine archäologische Sensation ist der im Zuge der Stadtplatzsanierung gefundene Schacht, ein Schöpfbrunnen aus der Zeit der Stadtgründung in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Die Bergung seines Inhaltes brachte Alltagsgegenstände, Münzen und Nahrungsabfälle der frühen Neuzeit zutage, die interessante Einblicke in die bürgerliche Sozialgeschichte gewähren.

Der Abbruch des 1851 im Stadtbrand schwer beschädigten Jacklturmes, auch „Unterer Turm“ genannt, hinterließ eine deutliche Lücke am Stadtplatz. Dem 1983 gegründeten Förderverein Alt-Traunstein gelang es 1999, diese zu schließen. Nach fast 150 Jahren vervollständigt und bereichert der Turm nun wieder das Stadtbild. 

 

Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden an der Stadtplatz-Südseite drei Verwaltungsgebäude: das Hauptsalzamt auf den Gewölben des barocken Salzmaierhauses (1716 vom Münchner Hofbaumeister Viscardi erbaut), das Landgericht anstelle des Stadtschreiberhauses sowie des alten Rathauses von 1576 und das neugotische Rathaus (heutige Fassade von 1947/49) auf den Grundfesten eines vormaligen Bürgerhauses. 1995 bis 1999 wurde der gesamte Komplex saniert und teilweise zum heutigen Rathaus umgebaut. Dabei wurde ein ursprünglich dem Salzmaieramt zugehöriges Brunnenhaus aus dem 13. Jahrhundert offengelegt (siehe Bodenschaukasten vor dem Gebäude am Stadtplatz).

Der Stadtspaziergang verbindet die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Traunsteins. Sie bekommen den entsprechenden Plan in der Tourist-Information oder können ihn direkt hier herunterladen (Originalgröße DIN A3). In englischer Sprache kann der Plan hier heruntergeladen werden. 

Der Stadtspaziergang lässt sich super mit dem Lindl-Quiz für Kinder verbinden. 

Keine Zeit für eine Stadtführung? Keine Lust lange Texte zu lesen? Sie wollen aber trotzdem Interessantes über die Stadt Traunstein erfahren? Dann hören Sie sich ganz bequem unten stehende Audio-Dateien an und tauchen in die Geschichte der Stadt ein.
Der Audioguide ist ein gemeinsames Projekt der Stadt Traunstein mit dem P-Seminar „Mehrsprachiger Audioguide für Traunstein“ des Chiemgau-Gymnasiums.

Eine spannende Tour für kleine Entdecker – Kinder ab sechs Jahren können mit ihren Eltern Traunstein auf eigene Faust erkunden und dabei die spannende Geschichte der Stadt spielerisch kennenlernen. 

 

Entdecke Traunstein gemeinsam mit dem Lindl – Traunsteins Wahrzeichen. 

Ausgestattet mit einem speziellen Plan und Buntstiften, die kostenlos in der Tourist-Information erhältlich sind, zeigt der Lindl den Kindern seine Lieblingsplätze in Traunstein. Der Rundgang besteht aus 13 Stationen, an denen jeweils ein Rätsel zu lösen ist. 

Damit es auch den Erwachsenen nicht langweilig wird, gibt es dazu noch einen passenden Stadtspaziergang mit Informationen zu den Sehenswürdigkeiten.

Viel Spaß!!!

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